HTML

Was ist eine HTML-Datei?

Das Format der Webseiten. Es in ein PDF zu wandeln, ist der Weg, eine Seite zu archivieren oder zu drucken.

Was HTML ist

HTML ist ein reines Textformat, das sich in jedem Editor öffnen lässt. Es kann Bildpunkte und gezeichnete Formen auf derselben Seite halten. Eingesetzt wird es für das Web und die Bearbeitung.

Die Endung lautet .html, der volle Name HyperText Markup Language. Beides sagt weniger aus als das, was die Datei halten kann — und davon handelt der Rest dieser Seite.

Woher HTML kommt

Es stammt von WHATWG. Die Spezifikation ist HTML Living Standard.

Das Alter ist aus einem praktischen Grund interessant: je älter ein Format, desto mehr Programme hatten Zeit, es zu lernen.

Die Spezifikation ist öffentlich

Sie ist vollständig veröffentlicht, das Format lässt sich also aus dem Dokument umsetzen statt durch Nachsehen. Deshalb taucht es in so vielen Programmen auf, und deshalb gehen Dateien von vor zwanzig Jahren heute noch auf. Veröffentlicht heißt allerdings nicht lizenzfrei: Wo ein Format einen Codec einpackt, ist die Patentfrage eine eigene, die der Standard nicht mitbeantwortet.

Was HTML öffnet

Visual Studio Code und Google Chrome lesen es, und die meisten Programme derselben Art ebenfalls.

Wenn eine Datei nicht aufgeht, liegt es selten am Format — häufiger daran, dass das Programm älter ist als das Format. Die Umwandlung in etwas Älteres ist der verlässliche Weg daran vorbei, und dafür gibt es den Rest dieser Website.

Im Browser öffnen

Jeder aktuelle Browser liest es.

Damit lässt es sich bedenkenlos auf eine Seite stellen oder an eine Nachricht hängen, ohne sich zu fragen, was die Gegenseite installiert hat.

Es ist ein Arbeitsformat

HTML ist zum Öffnen und Ändern gedacht. Behalte die Datei in diesem Format, solange die Arbeit läuft, und exportiere daraus, wann immer eine fertige Fassung gebraucht wird.

Die Datei ist nicht die Seite

Das ist der eine Punkt, den man bei HTML verstanden haben muss, fast jede Schwierigkeit mit dem Format geht darauf zurück. Eine HTML-Datei enthält den Text und die Struktur — Überschriften, Absätze, Tabellen, Links — und verweist auf alles andere. Das Stylesheet, das sie gestaltet aussehen lässt, ist eine eigene Datei. Ebenso die Bilder, die Schriften, die Skripte und alles, was von einem anderen Server geladen wird.

Eine für sich gespeicherte und später geöffnete HTML-Datei zeigt deshalb den Inhalt ohne jede Gestaltung: unformatierte Überschriften, fehlende Bilder, eine Seite, die aussieht wie 1994. Beschädigt ist nichts. Die Verweise führen schlicht ins Leere, weil das, worauf sie zeigen, nie Teil der Datei war.

Warum GoBD eine HTML-E-Mail zur Falle macht

Nach den deutschen Grundsätzen zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form müssen geschäftsrelevante E-Mails unverändert, vollständig und über die gesetzliche Frist hinweg lesbar aufbewahrt werden. Eine als HTML-Datei aus dem Postfach exportierte Nachricht erfüllt das nur, wenn wirklich alles mitkommt, worauf sie verweist — eingebettete Logos, verlinkte Bilder, das Stylesheet des Absenders.

Genau das geht beim Exportieren am häufigsten schief: Der Text landet in der Ablage, Bilder und Formatierung bleiben auf dem Mailserver zurück und verschwinden mit ihm. Für die Aufbewahrungspflicht zählt das als unvollständig. Wer HTML-Post rechtssicher archivieren muss, sollte das Werkzeug prüfen, das das gesamte Nachrichtenformat inklusive aller Anhänge sichert, statt die HTML-Ansicht allein zu speichern.

Warum "Seite speichern unter" einen Ordner erzeugt

Browser wissen das, deshalb legt das Speichern einer Seite eine HTML-Datei und daneben einen gleichnamigen Ordner an, der die Bilder und Stylesheets enthält. Beide reisen zusammen oder gar nicht — wird nur die HTML per Mail verschickt, bekommt die Empfängerin die unformatierte Version.

Die meisten Browser bieten zusätzlich eine Ein-Datei-Option an, manchmal "Webseite, komplett" oder MHTML genannt, die alles in eine Datei packt. Das löst das Transportproblem und schafft ein neues: Das Ergebnis lässt sich zuverlässig nur in einem Browser derselben Familie lesen. Um eine Seite weiterzugeben, ist PDF das Format, das wirklich funktioniert — eine Datei, alles eingebettet, für jeden gleich.

HTML nach PDF ist eine Darstellung, keine Übersetzung

Ein Dokumentformat umzuwandeln bedeutet meist, eine Struktur auf eine andere abzubilden. HTML nach PDF ist anders: Die Seite muss zuerst layoutet werden, weil nichts in der Datei sagt, wie breit irgendetwas ist. Ein Browser entscheidet das anhand der Fenstergröße, des Stylesheets und der verfügbaren Schriften, und erst dann gibt es Positionen, die sich auf eine Seite setzen lassen.

Deshalb erzeugt dieselbe Seite in unterschiedlichen Werkzeugen unterschiedliche PDFs, und deshalb kann eine Seite, deren Inhalt erst per Skript aufgebaut wird, leer ankommen. Auch deshalb gibt es Druckstylesheets — eine gut gebaute Website hält Regeln dafür vor, wie sie auf Papier aussehen soll, und ein Konverter, der sie respektiert, liefert ein deutlich besseres Ergebnis als einer, der die Bildschirmansicht bloß fotografiert.

Wofür HTML außer für Webseiten steht

E-Mail. Fast jede Marketingnachricht und Benachrichtigung ist HTML, geschrieben gegen eine viel ältere und eigenwilligere Teilmenge als eine Webseite verwendet — Layout-Tabellen, Inline-Stile, nichts von den modernen Möglichkeiten, weil E-Mail-Programme mit Rendering-Kernen arbeiten, deren Weiterentwicklung längst gestoppt wurde. Eine aus einem Mailprogramm exportierte HTML-Datei sieht im Browser deshalb falsch aus, und das ist kein Fehler des Exports.

Dokumentationen und Berichte sind der andere große Anwendungsfall. Alles, was ein Werkzeug automatisch erzeugt — Testergebnisse, Abdeckungsberichte, Analyseexporte, E-Book-Kapitel — ist meist HTML, weil jede Maschine es ohne Lizenzfragen anzeigen kann. EPUB, das E-Book-Format, ist ein ZIP aus HTML-Dateien mit einem Manifest.

Kodierung, und die schwarzen Rauten

Eine HTML-Datei ist Text, jemand muss also festlegen, wie die Buchstaben gespeichert sind, und die Datei erklärt das in einem Meta-Tag am Anfang. Ist diese Angabe falsch, kommen Umlaute, typografische Anführungszeichen und jede nicht-lateinische Schrift als Fragezeichen, schwarze Rauten oder Zeichenpaare ohne Sinn heraus.

UTF-8 ist inzwischen überall die richtige Antwort, und eine Datei ohne diese Angabe wird von dem geraten, was sie öffnet. Sieht eine Seite in einem Browser richtig und in einem anderen verstümmelt aus, liegt es fast immer daran — die Datei ist es, die die Information nicht liefert, nicht der Browser.

HTML von Hand bearbeiten

Es ist Text, jeder Editor funktioniert. Ein für Code gebauter Editor bringt zwei Dinge mit, die sich lohnen: Er färbt die Tags ein, sodass die Struktur auf einen Blick sichtbar wird, und er meldet ein nicht geschlossenes Element, bevor man zwanzig Minuten damit verbringt, sich zu fragen, warum die halbe Seite fett ist.

Was kein Editor abfängt, ist die Nachsicht des Browsers. HTML hat keinen strengen Parser — eine fehlerhafte Seite wird nicht abgelehnt, sondern nach Regeln repariert, und die Reparatur ist nicht zwangsläufig das Gemeinte. Dass eine Seite richtig aussieht, ist kein Beleg dafür, dass die Auszeichnung richtig ist — dafür gibt es Validatoren.

Die Eckdaten auf einen Blick

Kennungen und Herkunft des Formats HTML.
Endung.html, .htm
Medientyptext/html
Herausgegeben vonWHATWG
SpezifikationHTML Living Standard

HTML-Dateien: häufige Fragen

Warum sieht meine gespeicherte HTML-Seite kaputt aus?

Weil das Aussehen nicht in der Datei steckt. Stylesheets, Bilder und Schriften sind eigene Dateien, auf die die HTML verweist, und wurden sie nicht mitgespeichert oder wurde der danebenliegende Ordner verschoben, erscheint die Seite ohne Gestaltung. Beschädigt ist nichts, die Verweise laufen nur ins Leere.

Wie öffne ich eine HTML-Datei?

Doppelklick öffnet sie im Browser, wofür sie gemacht ist. Um die Auszeichnung statt der Seite zu sehen, öffnet man sie in einem Texteditor oder nutzt im Browser "Quelltext anzeigen".

Ist eine HTML-Datei allein für die GoBD-konforme Archivierung geschäftlicher E-Mails ausreichend?

Nur, wenn wirklich alles mitgesichert wurde, worauf die Datei verweist — Bilder, Stylesheet, jeder Anhang. Fehlt etwas, gilt die Aufbewahrung als unvollständig. Für rechtssichere Archivierung ist ein Werkzeug, das das ganze Nachrichtenformat sichert, die verlässlichere Wahl.

Kann ich HTML in PDF umwandeln und das Layout behalten?

Meist, mit zwei Einschränkungen. Die Seite muss zuerst layoutet werden, das Ergebnis hängt also davon ab, dass alle Assets erreichbar sind, und per Skript nachgeladener Inhalt kann fehlen. Eine Website mit Druckstylesheet wandelt sich merklich besser um als eine ohne.

Was unterscheidet HTML von HTM?

Nichts. Die dreibuchstabige Form stammt aus einer Zeit, in der Betriebssysteme nur dreistellige Endungen erlaubten. Beide öffnen überall identisch.

Warum stehen in meiner HTML-Datei falsche Zeichen?

Die Zeichenkodierung ist falsch oder fehlt. Die Datei sollte UTF-8 in einem Meta-Tag am Anfang erklären; fehlt das, rät der Browser, und eine falsche Vermutung macht aus Umlauten und Anführungszeichen Fragezeichen oder schwarze Rauten.