GZ

Was ist eine GZ-Datei?

Komprimiert eine einzelne Datei. Mit TAR zusammen ergibt sich das übliche Unix-Archiv.

Was GZ ist

GZ ist ein Stromformat, das von vorn nach hinten geschrieben und gelesen wird. Eingesetzt wird es für das Web und die Archivierung.

Die Endung lautet .gz, der volle Name Gzip Archive. Beides sagt weniger aus als das, was die Datei halten kann — und davon handelt der Rest dieser Seite.

Woher GZ kommt

Es geht auf 1992 zurück. Die Spezifikation ist RFC 1952.

Einem Format, das so lange lesbar geblieben ist, kann man etwas anvertrauen, das man in zehn Jahren wiederhaben will.

Die Spezifikation ist öffentlich

Jeder darf sie umsetzen, ohne zu fragen und ohne zu zahlen. Deshalb taucht das Format in so vielen Programmen auf, und deshalb gehen Dateien von vor zwanzig Jahren heute noch auf.

Es wird nichts weggeworfen

GZ speichert seinen Inhalt exakt. Erneutes Speichern ändert nichts, es lässt sich also beliebig oft öffnen, bearbeiten und wieder ablegen, ohne dass sich Schaden ansammelt — genau das macht es zu einem Arbeitsformat und nicht zu einem Ausgabeformat.

Es hält genau eine Datei

GZ komprimiert einen einzelnen Strom und kennt weder Dateinamen noch Ordner. Deshalb steht es so oft neben TAR, das die fehlende Struktur beisteuert.

Was es sonst noch tragen kann

GZ kann einen Aufbau, mit dem es losspielen kann, bevor es vollständig angekommen ist halten.

Wichtig wird das vor allem beim Umwandeln: Was das Ziel nicht halten kann, fällt weg, meist ohne Warnung.

Woher sein Kompressionsverhältnis kommt

Es arbeitet mit einem Fenster von 32 KB: so viel bereits gesehene Daten kann es zurückblättern, wenn ihm eine Wiederholung begegnet.

Diese eine Zahl erklärt den größten Teil des Unterschieds zwischen einem Archivformat und dem nächsten. Ein größeres Fenster findet mehr Wiederholung und braucht dafür mehr Zeit und mehr Speicher — das ist der ganze Handel.

Was es zu seinem eigenen Schutz tut

GZ bringt eine Prüfsumme, mit der eine beschädigte Datei auffällt statt stillschweigend falsch gelesen zu werden mit.

Reparieren tut eine Prüfsumme nichts. Sie sagt dir, dass die Datei kaputt ist — das ist der Unterschied zwischen jetzt davon erfahren und es von dem erfahren, dem du sie geschickt hast.

Was GZ öffnet

gzip, 7-Zip und Keka lesen es, und die meisten Programme derselben Art ebenfalls.

Wenn eine Datei nicht aufgeht, liegt es selten am Format — häufiger daran, dass das Programm älter ist als das Format. Die Umwandlung in etwas Älteres ist der verlässliche Weg daran vorbei, und dafür gibt es den Rest dieser Website.

Im Browser öffnen

Jeder aktuelle Browser liest es.

Damit lässt es sich bedenkenlos auf eine Seite stellen oder an eine Nachricht hängen, ohne sich zu fragen, was die Gegenseite installiert hat.

Es ist ein Ausgabeformat

GZ ist zum Weitergeben gedacht, nicht zum Arbeiten. Eines zu bearbeiten ist möglich und selten angenehm; der vernünftige Weg führt über die Quelle und einen neuen Export.

Was damit schiefgeht

Die wiederkehrenden Klagen: es hält einen Strom und kann keinen Ordner beschreiben.

Nichts davon ist ein Grund, das Format zu meiden. Es sind die Dinge, die man kennen sollte, bevor eines davon einen überrascht — das ist eine andere und eine nützlichere Behauptung.

Die Eckdaten auf einen Blick

Kennungen und Herkunft des Formats GZ.
Endung.gz, .tgz
Medientypapplication/gzip
Erstmals veröffentlicht1992
SpezifikationRFC 1952

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