MOV in OGG umwandeln

MOV kannst du hier kostenlos und ohne Konto in OGG umwandeln: Datei oben ablegen, und ein, zwei Sekunden später steht das Ergebnis zum Herunterladen bereit. Die Umwandlung läuft in deinem eigenen Browser, die Datei wird also nie hochgeladen — das klappt unter Windows, macOS und Linux ebenso wie auf iPhone und Android, und es funktioniert selbst dann noch, wenn du das Netz abschaltest.

  • Wo es läuft In deinem Browser. Die Datei wird nicht hochgeladen.
  • Verlustbehaftet Etwas Detail wird gegen Dateigröße getauscht. OGG kann nicht alles halten, was MOV hält.
  • Größenbegrenzung Bis 100 MB pro Datei, kostenlos und ohne Konto.
  • Gut zu wissen Alle Tonspuren, die der Browser dekodieren kann, kommen mit: Ein Film mit zweiter Sprachfassung oder Audiokommentar behält beide. Eine Spur in AC-3, E-AC-3, DTS oder TrueHD entfällt ohne Hinweis.

Bis zu 100 Dateien auf einmal. Gemischte Formate sind kein Problem.

Wenn ein Stadtarchiv oder ein Forschungsprojekt keine proprietären Formate nimmt

Deutsche Landes- und Stadtarchive richten sich bei der Digitalisierung häufig nach den DFG-Praxisregeln der Deutschen Forschungsgemeinschaft, deren Grundgedanke sich in einem Satz zusammenfassen lässt: Was für die Langzeitarchivierung bestimmt ist, soll in einem offenen, patentfreien Format vorliegen, damit es in fünfzig Jahren noch mit freier Software gelesen werden kann. Für Ton bedeutet das in der Praxis meist FLAC oder eben Ogg statt eines proprietären Codecs.

Wer eine Zeitzeugenaufnahme, ein Vereinsjubiläum oder ein Dialektinterview mit der Kamera aufgezeichnet hat, besitzt ein MOV — und MOV ist Apples Container mit H.264 oder HEVC, also genau nicht auf der Liste der offenen Formate. Diese Seite löst nur den Ton heraus und schreibt ihn in den freien Container, den das Archiv verlangt.

Ogg ist ein Behälter, die eigentliche Frage ist der Inhalt

Xiph.Org hat Ogg veröffentlicht, standardisiert als RFC 3533. Der Container kann Vorbis, Opus, FLAC, Speex und ein paar heute kaum noch genutzte Codecs tragen, sodass „eine Ogg-Datei" allein noch nichts über den enthaltenen Ton aussagt.

Diese Umwandlung schreibt Opus hinein. Das ist die zeitgemäße und richtige Wahl: Opus ist ein IETF-Standard nach RFC 6716, von vornherein lizenzfrei entworfen und bei jeder relevanten Bitrate besser als Vorbis. Verlangt eine Abgabestelle ausdrücklich Vorbis, erfüllt diese Datei den Wortlaut der Vorgabe nicht, auch wenn sie ihrem Sinn entspricht — dafür braucht es dann ein Werkzeug, das Vorbis kodiert.

Die Endungen .ogg und .opus tragen hier dieselben Bytes

Beide Ziele auf dieser Seite erzeugen Ogg mit eingebettetem Opus. Es unterscheiden sich lediglich die vier Zeichen am Ende des Dateinamens, es gibt keine Version dieser Datei, in der Inhalt und Endung sich widersprechen.

Das ist praktisch und zugleich ein Stolperstein, weil Abgabeformulare und Prüfroutinen sehr wohl auf die Endung schauen. Manche akzeptieren nur .ogg, weil .opus dort schlicht unbekannt ist; manche bevorzugen .opus, damit ein Player sofort weiß, was er bekommt. Wird eine Endung abgelehnt, hilft ohne Bedenken das Umbenennen zur anderen — der Inhalt ist ohnehin identisch.

Der Ton einer Kameraaufnahme nach zwei Kompressionsdurchgängen

Was herauskommt, ist eine Neukodierung. Enthält das MOV bereits AAC — bei einem Smartphone der Normalfall —, hat der Ton nun zwei verlustbehaftete Codecs durchlaufen, und die Obergrenze ist das, was der erste bereits verworfen hat. Trägt das MOV dagegen unkomprimiertes PCM, wie es manche Kameras aufzeichnen, ist dies der erste verlustbehaftete Schritt, und Opus bewältigt ihn sehr gut.

Für gesprochenes Material, das bei den meisten Archivabgaben den Großteil ausmacht, ist keiner der beiden Fälle in der ausgewogenen Stufe hörbar. Auffällig wird es bei Musik mit viel hochfrequenter Struktur — Applaus, Becken, ein voller Raum —, die von einem Kameramikrofon aufgenommen und danach zweifach komprimiert wurde. Ist die Aufnahme musikalisch bedeutsam, lohnt sich eine zusätzliche Abgabe als FLAC, die die meisten dieser Archive ebenfalls annehmen.

Was die drei Qualitätsstufen bedeuten

Wie viele Kilobit pro Sekunde hinter niedrig, ausgewogen und hoch stecken, legt der Opus-Encoder selbst fest, nicht diese Seite — deshalb steht hier keine Zahl, die ohnehin von Encoder zu Encoder leicht abweichen könnte. In jedem Fall gilt: eine Stunde Ton wiegt einen Bruchteil dessen, was dieselbe Stunde als Video ausgemacht hätte, das für dieselbe Aufnahmedauer leicht mehrere hundert Megabyte pro Minute erreicht.

Opus ist am unteren Ende ungewöhnlich stark, weshalb die niedrige Stufe hier überhaupt brauchbar ist — für eine einzelne Stimme in einem ruhigen Raum reicht sie aus, während MP3 an derselben Stelle nicht mehr zu gebrauchen wäre. Ausgewogen ist die richtige Wahl für fast jede Aufnahme, die hohe Stufe für musikalisches Material und kostet gegenüber der ausgewogenen Stufe kaum spürbar mehr Platz.

Was das Archiv über die Aufnahme selbst erfährt

Die Umwandlung übergibt dem Encoder keine eigenen Angaben zu Titel, Beschreibung oder Datum — was an Tags im fertigen Ogg landet, hängt allein davon ab, was der Encoder von sich aus mit dem MOV anfängt, und das ist von hier aus nicht zugesichert. Verlässlich ist nur, was das Format ohnehin nicht trägt: eine Kamera kennt kein Feld für eine Lizenz oder eine befragte Person, und ein Urheberrechtsvermerk entsteht nicht von selbst.

Das Abgabeformular ist deshalb der Ort, an dem diese Angaben verlässlich landen und indiziert werden — sie dort sorgfältig auszufüllen, bleibt die Hauptaufgabe, unabhängig davon, was am Ende in der Datei selbst steht. Wer sichergehen will, ergänzt die Datei vor der Abgabe zusätzlich mit einem Tag-Werkzeug, statt sich auf das zu verlassen, was durch die Umwandlung hindurch überlebt.

Was mit dem Bild zusammen verschwindet

Die Bildspur fällt weg, das ist der Sinn der Umwandlung. Ebenso verschwindet fast alles andere, was der QuickTime-Container trug: der Aufnahmeort, sofern das Telefon ihn erfasst hat, eine Timecode-Spur und eventuelle Untertitel.

Gerade Untertitel sind vor einer Abgabe einen Gedanken wert. Soll eine gesprochene Aufnahme später barrierefrei zugänglich sein, ist ein Transkript oder eine Untertiteldatei eine eigenständige und deutlich wertvollere Abgabe als der Ton allein. Aus dieser Datei lässt es sich nicht mehr gewinnen, weil es im MOV nie vorhanden war.

Die 100-MB-Grenze trifft das Video, nicht die Aufnahme

Die Grenze gilt für die übergebene Datei, also das Video. Kameraaufnahmen sind groß — bei 4K und 30 Bildern pro Sekunde rund 170 MB je Minute —, sodass eine längere Aufnahme nicht durchgeht, obwohl die daraus entstehende Ogg-Datei winzig wäre.

Für eine ausführliche Zeitzeugenbefragung führt der praktikable Weg über den Export aus der Schnittsoftware, die das Material bereits hält, oder über einen vorherigen Zuschnitt des Videos. Viele Archive nehmen ohnehin gerne auch das Video als WebM an — wo das möglich ist, lohnt sich beides einzureichen und die Ogg-Datei als leichte Hörkopie zu behandeln.

Nichts wird veröffentlicht, bevor es die Archivstelle erreicht

Die Umwandlung läuft in diesem Browser-Tab, auf dem eigenen Gerät, mit den Codecs, die es bereits mitbringt. Nichts, was die Aufnahme trägt, wird irgendwohin gesendet, was sich im Netzwerk-Tab während des Vorgangs nachvollziehen lässt.

Für eine Abgabe ist das die richtige Reihenfolge. Die Datei wird bewusst und zu einem selbst gewählten Zeitpunkt unter einer selbst gewählten Lizenz öffentlich gemacht — es gibt keinen Grund, dass sie auf dem Weg dorthin schon einmal bei einem fremden Dienst unter dessen eigenen Bedingungen zwischengelagert wurde.

Vor der Abgabe die Regeln der Einrichtung genau lesen

Nicht jede deutsche Archiveinrichtung schreibt Ogg wörtlich vor, auch wenn viele Digitalisierungsleitfäden sich an denselben Grundsätzen orientieren. Manche akzeptieren FLAC gleichwertig neben Ogg, manche verlangen zusätzlich eine unkomprimierte WAV-Kopie als Ausgangsmaterial und die Ogg-Datei nur als Zugangskopie fürs schnelle Anhören. Diese Unterscheidung — Archivmaster gegen Nutzungskopie — steht meist im Kleingedruckten der Abgaberichtlinie und entscheidet, ob eine einzelne Datei reicht.

Wer unsicher ist, schickt vor der eigentlichen Abgabe eine kurze Anfrage an die Archivstelle. Das kostet eine E-Mail und erspart eine Rücksendung, wenn sich am Ende herausstellt, dass parallel zur Ogg-Datei noch eine verlustfreie Fassung erwartet wurde, die aus derselben MOV-Datei ebenso hier erzeugt werden kann, nur eben als WAV oder FLAC statt als Ogg.

MOV in OGG umwandeln — so geht es

  1. Leg deine MOV-Datei auf dieser Seite ab, oder klick, um eine auszuwählen.
  2. Wähl OGG als Ziel. Die Umwandlung läuft in deinem Browser, die Datei wird nicht hochgeladen.
  3. Lade die fertige OGG-Datei herunter.

MOV und OGG im Vergleich: was sich ändert

MOV im Vergleich zu OGG
MOVOGG
Vollständiger NameQuickTime-FilmOgg Audio
Dateiendung.mov, .qt.ogg, .oga
Medientypvideo/quicktimeaudio/ogg
KompressionVerlustbehaftet — Größe wird mit Qualität bezahltVerlustbehaftet — Größe wird mit Qualität bezahlt
Erstmals veröffentlicht19912000
Herausgegeben vonAppleXiph.Org
SpezifikationQuickTime File FormatRFC 3533
LizenzlageVeröffentlicht, nicht standardisiertOffener Standard
Heutiger StandAktuellAktuell
Öffnet im BrowserManche BrowserAktuelle Browser
Stattdessen erwogenMP4, MKVMP3, AAC, OPUS

Das Ergebnis öffnen

OGG öffnet sich in aktuellen Browsern, in älteren nicht. MOV unterstützen noch weniger Browser. Wenn die Datei auf eine Webseite oder in ein Formular soll, ist das meist der ganze Grund für die Umwandlung.

OGG ist ein Container, kein einzelnes Format. Was tatsächlich abgespielt wird, ist der Codec darin — meist Vorbis, Opus und FLAC. Deshalb können sich zwei Dateien mit derselben Endung auf demselben Gerät unterschiedlich verhalten.

Die üblichen Programme überschneiden sich nicht: MOV öffnest du in Final Cut Pro, QuickTime Player und Adobe Premiere Pro, OGG in Audacity, VLC und foobar2000 — wer das Ergebnis bekommt, braucht also eines aus der zweiten Reihe.

Wofür die beiden Formate gedacht sind

Die beiden zielen auf verschiedene Arbeit: MOV auf die Bearbeitung und die Ausstrahlung, OGG auf das Web und die Weitergabe fertiger Dateien. Das lohnt sich vorher abzuwägen — der Grund, aus dem es das eine gibt, ist meist der Grund, aus dem das andere unpraktisch ist.

MOV stammt von Apple und wurde 1991 veröffentlicht. Festgehalten ist das in QuickTime File Format — lohnt sich zu kennen, wenn die Datei das Programm überleben soll, das sie geschrieben hat.

OGG kommt von Xiph.Org und stammt aus 2000, festgehalten in RFC 3533. Audacity, VLC und foobar2000 lesen das Format.

MOV zu OGG: häufige Fragen

Werden meine MOV-Dateien irgendwo hochgeladen?

Nein. Diese Umwandlung läuft vollständig in deinem Browser, die Datei verlässt dein Gerät also nicht. Du kannst das selbst nachprüfen: Öffne den Netzwerk-Tab der Entwicklerwerkzeuge und wandle etwas um. Zu sehen sind die Seite selbst und die Statistik- und Werbeanfragen, mit denen dieser Dienst bezahlt wird — und keine einzige, die deine Datei trägt. Hinter genau diesem Paar steckt mediabunny, eine Hülle um WebCodecs, die die Hardware-Decoder deines Geräts mitbenutzt; dein Browser lädt das einmal und behält es dann.

Ist das Umwandeln von MOV in OGG kostenlos?

Ja. Kein Konto, kein Wasserzeichen und kein Tageskontingent, das sich verbraucht — es läuft auf deinem eigenen Rechner, du darfst also so oft wiederkommen, wie du willst. Dateien bis 100 MB verarbeitet der Browser, 100 auf einmal. mediabunny wird auf deinen Rechner geladen und läuft dort — deshalb gibt es dafür keine Zählung.

Geht beim Umwandeln von MOV in OGG Qualität verloren?

OGG komprimiert, es gehen also Daten verloren. In der Standardeinstellung sieht man davon nichts; wenn du sichergehen willst, stell die Qualität höher. Alle Tonspuren, die der Browser dekodieren kann, kommen mit: Ein Film mit zweiter Sprachfassung oder Audiokommentar behält beide. Eine Spur in AC-3, E-AC-3, DTS oder TrueHD entfällt ohne Hinweis.

Welcher Codec steckt in der OGG-Datei?

OGG ist ein Container, kein einzelnes Format. Was tatsächlich abgespielt wird, ist der Codec darin — meist Vorbis, Opus und FLAC. Deshalb können sich zwei Dateien mit derselben Endung auf demselben Gerät unterschiedlich verhalten.

Mehr über diese Formate