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NEF
Nikon-Rohdaten. TIFF-basiert, weshalb allgemeine Werkzeuge sie halb öffnen und die Farben verfehlen.
NEF
NEF ist ein Behälter: eine Hülle für Ströme, die etwas anderes kodiert hat. Es speichert ein Raster aus Bildpunkten, deshalb wird es weich, sobald man es über die eigene Auflösung hinaus vergrößert. Eingesetzt wird es für die Fotografie und die Bearbeitung.
Die Endung lautet .nef, der volle Name Nikon Electronic Format. Beides sagt weniger aus als das, was die Datei halten kann — und davon handelt der Rest dieser Seite.
Nikon hat es 1999 veröffentlicht. Es kommt aus Gehäusen von Nikon digital SLRs and Z-series mirrorless bodies.
Einem Format, das so lange lesbar geblieben ist, kann man etwas anvertrauen, das man in zehn Jahren wiederhaben will.
Sie außerhalb der herstellereigenen Software zu lesen, beruht auf der Arbeit anderer Leute — meist durch Nachsehen, nicht durch Dokumentation. Das geht meistens gut und manchmal nicht, und genau deshalb wandelt man um, was man behalten will.
NEF speichert seinen Inhalt exakt. Erneutes Speichern ändert nichts, es lässt sich also beliebig oft öffnen, bearbeiten und wieder ablegen, ohne dass sich Schaden ansammelt — genau das macht es zu einem Arbeitsformat und nicht zu einem Ausgabeformat.
NEF hat keinen Platz für Durchsichtigkeit. Was in der Quelle durchschien, wird beim Umwandeln mit einer Farbe gefüllt — mit Weiß, sofern nichts anderes gewählt wird.
Bis zu 14 Bit je Kanal. Arbeiten kann es in RGB.
Mehr als acht Bit je Kanal ist das, was einen Verlauf beim Bearbeiten davon abhält, in Stufen zu zerfallen — wichtig in einer Arbeitsdatei, selten in einer fertigen.
Adobe Lightroom, Nikon NX Studio und darktable lesen es, und die meisten Programme derselben Art ebenfalls.
Wenn eine Datei nicht aufgeht, liegt es selten am Format — häufiger daran, dass das Programm älter ist als das Format. Die Umwandlung in etwas Älteres ist der verlässliche Weg daran vorbei, und dafür gibt es den Rest dieser Website.
Kein Browser liest es.
Das ist der häufigste Grund, es umzuwandeln: nicht dass das Format schlecht wäre, sondern dass die Stelle, an der die Datei erscheinen soll, es nicht lesen kann.
NEF kann EXIF-Daten, XMP-Einträge und GPS-Koordinaten halten.
Über die GPS-Koordinaten lohnt sich ein Gedanke, bevor eine Datei irgendwohin geht: Sie sagen, wo die Aufnahme entstanden ist, und fast nichts weist darauf hin, dass sie noch drinstehen.
NEF ist zum Öffnen und Ändern gedacht. Behalte die Datei in diesem Format, solange die Arbeit läuft, und exportiere daraus, wann immer eine fertige Fassung gebraucht wird.
Die wiederkehrenden Klagen: Programme zeigen oft eine eingebettete Vorschau statt der echten Daten und außerhalb des eigenen Reviers ist die Unterstützung lückenhaft.
Nichts davon ist ein Grund, das Format zu meiden. Es sind die Dinge, die man kennen sollte, bevor eines davon einen überrascht — das ist eine andere und eine nützlichere Behauptung.
Ab der D2X und D2Hs im Jahr 2005 verschlüsselte Nikon einen Teil der NEF-Datei: die Werte für den Weißabgleich. Das Bild selbst blieb lesbar, aber die eigene Aufzeichnung der Kamera darüber, wie die Szene farblich zu interpretieren ist, nicht — Programme anderer Hersteller mussten raten statt rechnen.
Adobe erklärte öffentlich, die Verschlüsselung nicht umgehen zu wollen, unter Fotografen gab es Unmut, und der Fall wurde zum Standardbeispiel in der bis heute geführten Debatte um herstellergebundene RAW-Formate. Nikon öffnete den Zugang später vertraglich, das praktische Problem verschwand. Die Lehre daraus blieb: Ein RAW-Format ist nur so haltbar, wie der Hersteller bereit ist, es lesbar zu halten.
Wer ein Bildarchiv über Jahrzehnte pflegen will — etwa eine Fotografin, die seit den frühen 2000er-Jahren dieselben Nikon-Bodies benutzt — trägt dieses Risiko unabhängig davon, ob eine einzelne Datei sich heute öffnen lässt. Die Frage ist nicht, ob NEF morgen noch funktioniert, sondern ob es das auch in zwanzig Jahren tut und zu wessen Bedingungen.
DNG, das offene RAW-Format von Adobe, existiert genau für diesen Fall. Es ist keine Pflicht, aber ein Archiv, das planmäßig in ein dokumentiertes Format überführt wird, hängt nicht an der Geschäftsentscheidung eines einzelnen Kameraherstellers.
Viele Nikon-Gehäuse bieten neben unkomprimiertem und verlustfrei komprimiertem NEF eine dritte Option: „komprimiert“ ohne weiteren Zusatz. Diese Einstellung wendet vor dem Speichern eine Tonwertkurve an und verwirft Abstufungen in den Lichtern, wo das Auge am wenigsten empfindlich ist — verlustbehaftet, ohne dass das Menü es so nennt.
Im Alltag fällt der Unterschied nicht auf. Er zeigt sich genau dort, wofür RAW überhaupt gewählt wird: starke Aufhellung der Schatten, kräftige Belichtungskorrektur, extreme Ausschnitte. Verlustfrei komprimiert liefert ein optisch identisches Bild bei kaum größerer Datei und ist die Einstellung der Wahl — die Entscheidung fällt am Auslöser und lässt sich später nicht mehr rückgängig machen.
Je nach Modell und Betriebsart zeichnen Nikon-Kameras 12 oder 14 Bit pro Kanal auf, und mehrere Gehäuse schalten im schnellen Serienbildmodus unauffällig auf 12 Bit zurück. Vierzehn Bit bedeuten 16.384 Abstufungen gegenüber 4.096.
Sichtbar wird der Unterschied dort, wo ein Schatten stark angehoben wird, bevor ein Verlauf in Stufen zerfällt. Beide Werte übertreffen die 256 Stufen eines JPG bei weitem, das Argument für RAW gilt also so oder so — wirkt eine Serienbildaufnahme merklich weniger belastbar als eine Einzelaufnahme derselben Sitzung, liegt es häufig an diesem Rückschritt auf 12 Bit.
NEF stammt aus Nikons Spiegelreflex- und Z-Systemkameras. NRW schrieben einige Coolpix-Kompaktkameras — ebenfalls Nikon-RAW, aber strukturell anders genug, dass Software, die das eine liest, beim anderen scheitern kann.
Wird eine Nikon-RAW-Datei von einem Programm zurückgewiesen, das die übrigen Dateien derselben Kamera problemlos öffnet, lohnt zuerst der Blick auf die Endung. Der Unterschied wird selten erwähnt und erklärt einen unverhältnismäßig großen Teil der Verwirrung, weil beide Formate überall gleich als „Nikon RAW“ bezeichnet werden.
Nikons Picture-Control-Profile — Standard, Neutral, Kräftig, Flach, Monochrom — werden angewendet, wenn die Kamera ein JPG schreibt, und im NEF nur als Einstellung vermerkt statt fest in die Sensordaten eingebrannt.
Eine NEF-Datei sieht deshalb in Nikons eigener Software NX Studio genau so aus wie beabsichtigt, während dieselbe Datei in einem Programm, das die Kennzeichnung ignoriert, flach und neutral erscheint. Fotografierende schließen daraus oft, die Datei oder das Programm sei fehlerhaft — beides trifft nicht zu, es wurde lediglich die Interpretation nicht übernommen. Die eingebettete Vorschau zeigt den gewünschten Look, selbst wenn der Konverter es nicht tut.
Wandelt man auf dieser Seite eine NEF-Datei um, wird kein Sensorbild neu entwickelt — der Konverter durchsucht die Datei nach der größten eingebetteten JPEG-Vorschau, die die Kamera selbst geschrieben hat, und nimmt diese. Bei fast jedem Modell existiert eine Vorschau in Aufnahmeauflösung; ist sie kleiner, kommt entsprechend weniger Auflösung heraus. Ein RAW-Konverter im eigentlichen Sinn — mit voller Belichtungs- und Farbfreiheit direkt aus den Sensordaten — ist das nicht, und Nikons Farbgebung ist bereits fest in dieser Vorschau enthalten.
Bei der Umwandlung nach JPG kommt diese Vorschau praktisch unverändert an, allerdings ohne die EXIF- und XMP-Angaben sowie IPTC-Daten — beide werden vor der Auslieferung entfernt, das Farbprofil bleibt erhalten. Bei PNG, TIFF oder WebP wird die Vorschau zusätzlich neu dekodiert und wieder kodiert, was eine zweite Kompressionsgeneration auf einem bereits verlustbehafteten Kamera-JPG bedeutet. In allen Fällen bleibt die eigentliche NEF-Datei auf Ihrem Gerät; hochgeladen wird nichts, die Grenze liegt bei 100 MB je Datei.
Zum Versenden oder Drucken reicht JPG in hoher Qualität. Für Weiterarbeit außerhalb eines RAW-Programms, oder wenn jedes Pixel erhalten bleiben soll, eignen sich PNG oder TIFF besser. Für ein Archiv, das die Kamera überdauern soll, ist DNG die passende Antwort — und genau dorthin führt die Verschlüsselungsgeschichte vom Anfang dieser Seite.
Die NEF-Datei sollte in jedem Fall aufbewahrt werden. Die umgewandelte Datei trägt Weißabgleich, Tonwertkurve und Farbinterpretation unwiderruflich in sich, keine Konvertierung macht das rückgängig. Nur das RAW-Original hält all diese Entscheidungen noch offen.
| Endung | .nef |
|---|---|
| Medientyp | image/x-nikon-nef |
| Herausgegeben von | Nikon |
| Erstmals veröffentlicht | 1999 |