Cookies für Statistik und Werbung
Wir setzen Cookies für Statistik und Werbung ein, beides geht an Google. Wenn du ablehnst, ändert sich für dich sichtbar nichts.Zur Datenschutzseite
ICO
Symbolbehälter, der mehrere Größen in einer Datei hält. Nach wie vor das, was Browser als Favicon erwarten.
ICO
ICO ist ein Behälter: eine Hülle für Ströme, die etwas anderes kodiert hat. Es speichert ein Raster aus Bildpunkten, deshalb wird es weich, sobald man es über die eigene Auflösung hinaus vergrößert. Eingesetzt wird es für das Web.
Die Endung lautet .ico, der volle Name Windows Icon. Beides sagt weniger aus als das, was die Datei halten kann — und davon handelt der Rest dieser Seite.
Microsoft hat es 1985 veröffentlicht.
Einem Format, das so lange lesbar geblieben ist, kann man etwas anvertrauen, das man in zehn Jahren wiederhaben will.
Sie ist niedergeschrieben und umsetzbar, doch wie die nächste Fassung aussieht, entscheidet der Hersteller. In der Praxis reicht das, damit die Datei weiter aufgeht; es reicht nicht, um sich darauf zu verlassen.
Es gibt eine Aufgabe, die es gut löst, und eine Gruppe von Leuten, für die es das tut. Außerhalb davon ist es eine schlechte Voreinstellung, innerhalb davon gibt es meist nichts Besseres.
ICO speichert seinen Inhalt exakt. Erneutes Speichern ändert nichts, es lässt sich also beliebig oft öffnen, bearbeiten und wieder ablegen, ohne dass sich Schaden ansammelt — genau das macht es zu einem Arbeitsformat und nicht zu einem Ausgabeformat.
ICO führt einen Alphakanal mit, ein Logo behält also seine weichen Kanten über allem, was dahinterliegt, statt in einem weißen Kasten anzukommen.
Bis zu 8 Bit je Kanal. Arbeiten kann es in RGB und eine indizierte Palette.
Acht Bit je Kanal ist das, was ein Bildschirm zeigt und was fast jedes Ausgabeformat mitbringt.
ICO kann kein Bild beschreiben, das länger als 256 Bildpunkte je Seite ist — kleiner als jede Bildschirmaufnahme und kleiner als jedes Foto, das ein Telefon macht. Was hierher umgewandelt wird, wird auf diese Größe heruntergerechnet; das ist also keine Ausnahme, sondern eine Grenze, an die praktisch jede Quelle stößt.
Eine ICO-Datei ist nicht auf eine Seite beschränkt. Beim Umwandeln in etwas, das es ist, zählt das: Eine Umwandlung ergibt eine Datei mit genau einer Seite — der ersten, sofern sich die Seite nicht auswählen lässt.
GIMP und IcoFX lesen es, und die meisten Programme derselben Art ebenfalls.
Wenn eine Datei nicht aufgeht, liegt es selten am Format — häufiger daran, dass das Programm älter ist als das Format. Die Umwandlung in etwas Älteres ist der verlässliche Weg daran vorbei, und dafür gibt es den Rest dieser Website.
Jeder aktuelle Browser liest es.
Damit lässt es sich bedenkenlos auf eine Seite stellen oder an eine Nachricht hängen, ohne sich zu fragen, was die Gegenseite installiert hat.
ICO ist zum Weitergeben gedacht, nicht zum Arbeiten. Eines zu bearbeiten ist möglich und selten angenehm; der vernünftige Weg führt über die Quelle und einen neuen Export.
Das ist die Tatsache, die ICO überhaupt verständlich macht. Eine .ico-Datei ist ein kleines Behältnis mit demselben Symbol in mehreren Größen — meist 16, 32 und 48 Pixel im Quadrat, oft mehr —, jede davon als vollständiges Bild mit eigener Farbtiefe gespeichert.
Der Grund: Ein 48-Pixel-Symbol auf 16 Pixel zu verkleinern ergibt Brei, weil bei dieser Größe jeder einzelne Bildpunkt strukturelle Arbeit leistet. Das Format erlaubt deshalb, jede Größe bewusst zu zeichnen und beim Verkleinern die Formen zu vereinfachen, während das Betriebssystem oder der Browser sich die passende heraussucht. Eine ICO-Datei mit nur einer Größe ist gültig — und verzichtet auf genau den Grund, warum das Format existiert.
Für ein Favicon decken 16 und 32 Pixel fast alles ab: 16 für den Browser-Tab, 32 für die Lesezeichenleiste und für Tabs auf hochauflösenden Bildschirmen. 48 zusätzlich kostet wenig und deckt Windows-Desktopverknüpfungen ab.
Darüber hinaus lohnt sich kaum noch etwas. Ein 256-Pixel-Eintrag wird von Windows nur in der großen Symbolansicht genutzt und vervierfacht die Dateigröße im Alleingang — eine schlechte Abwägung für ein Favicon, das bei jedem Seitenaufruf mitgeladen wird. Für ein Anwendungssymbol lohnt er sich, für eine Website nicht.
Bei 16 mal 16 stehen insgesamt 256 Bildpunkte zur Verfügung. Ein Schriftzug wird unlesbar, eine dünne Kontur verschwindet, eine detaillierte Illustration wird zum Farbklecks. Automatisches Herunterrechnen ergibt genau das — der Grund, warum so viele Favicons im Tab wie ein grauer Fleck wirken.
Was funktioniert, ist eine einzelne kräftige Form: ein Buchstabe, ein einfaches Zeichen, eine Silhouette mit hohem Kontrast gegen helle wie dunkle Tab-Hintergründe. Als eigenes Kunstwerk gezeichnet statt aus dem Logo verkleinert, und in Originalgröße auf einem echten Bildschirm geprüft, nicht herangezoomt.
Frühe ICO-Dateien nutzten eine Ein-Bit-Maske: Ein Pixel war entweder ganz sichtbar oder ganz durchsichtig, was bei allem Runden harte, gezackte Kanten ergab. Windows XP führte 32-Bit-ICO mit echtem Alphakanal ein, und alles seither unterstützt ihn.
Genau das braucht man, und jedes aktuelle Werkzeug liefert es. Wichtig ist das, weil ein Favicon auf einem Tab-Hintergrund sitzt, der je nach Browser, Design und hellem oder dunklem Modus wechselt — ein Symbol mit fest eingebrannt weißem Hintergrund verrät sich sofort auf einer dunklen Tableiste.
Seit Windows Vista darf ein Eintrag in einer ICO-Datei ein vollständiges PNG statt roher Bitmap-Daten sein. Für die größeren Größen spart das erheblich Platz, denn ein unkomprimierter 256-Pixel-Eintrag wiegt rund 256 Kilobyte, dasselbe Bild als PNG nur einen Bruchteil davon.
Sehr alte Software erkennt PNG-komprimierte Einträge nicht und zeigt für diese Größen einfach nichts. Praktisch betrifft das Windows XP und ähnlich alte Werkzeuge — für eine Website spielt das heute keine Rolle mehr. Kleine Größen bleiben als Bitmap, große als PNG, so wie es aktuelle Generatoren standardmäßig handhaben.
Eine favicon.ico im Wurzelverzeichnis der Website ist nach wie vor die Rückfallebene, die jeder Browser ungefragt prüft — allein das ist ein guter Grund, eine zu haben. Darüber hinaus besteht die zeitgemäße Lösung aus mehreren im HTML-Kopf deklarierten PNG-Größen sowie einem SVG-Favicon, das skaliert und auf den dunklen Modus reagieren kann.
Die ehrliche Empfehlung lautet deshalb beides statt entweder-oder: favicon.ico mit 16 und 32 Pixel für die automatische Anfrage, dazu PNG- und SVG-Varianten für Browser, die sie nutzen. Die ICO-Datei ist die Grundlage, nicht die ganze Antwort.
Die längste Kante jeder Größe wird auf höchstens 256 Pixel begrenzt. Ein nicht quadratisches Ausgangsbild wird nicht verzerrt, sondern proportional eingepasst und zentriert — der Rand bleibt leer statt das Bild zu stauchen. Und ist das Ausgangsbild kleiner als die gewünschte Zielgröße, wird es tatsächlich vergrößert: Ein 120-Pixel-Logo, auf 256 Pixel angefordert, wird hochskaliert statt verweigert, mit dem entsprechenden Schärfeverlust.
Jede Größe wird als eigenständiges PNG in die ICO-Datei eingebettet, Transparenz bleibt dabei vollständig erhalten — anders als etwa bei einer Umwandlung nach JPG oder GIF wird hier nichts mit einer Hintergrundfarbe aufgefüllt. Die Größenauswahl lässt sich als Liste eintragen, mehrfach genannte oder ungültige Werte werden bereinigt, und bei leerer oder fehlerhafter Eingabe entsteht eine einzelne 256-Pixel-Datei. Alles läuft im Browser, ohne dass das Bild irgendwohin hochgeladen wird.
| Endung | .ico |
|---|---|
| Medientyp | image/x-icon, image/vnd.microsoft.icon |
| Herausgegeben von | Microsoft |
| Erstmals veröffentlicht | 1985 |