Was die einzelnen Daten-Einheiten sind
Byte B
Ein Byte sind acht Bit, was nicht immer feststand — frühe Rechner nutzten sechs, sieben oder neun. Acht setzte sich durch, weil damit ein Schriftzeichen hineinpasst und die Zahl sich sauber halbieren lässt.
Kilobyte kB
Ein Kilobyte sind 1.000 Byte, wenn ein Normungsgremium es definiert, und 1.024, wenn ein Betriebssystem es tut. Diese Seite rechnet mit 1.000; die Einheit für 1.024 heißt Kibibyte.
Megabyte MB
Ein Megabyte ist eine Million Byte. Speicherhersteller haben immer dezimal gerechnet — deshalb wirken ihre Angaben größer als das, was der Rechner anzeigt.
Gigabyte GB
Ein Gigabyte ist eine Milliarde Byte, im dezimalen Sinn, den Festplattenhersteller, Mobilfunktarife und Videogrößen verwenden.
Terabyte TB
Ein Terabyte ist eine Billion Byte. Eine als 1 TB verkaufte Platte hat genau das — der scheinbar fehlende Platz ist eine Meinungsverschiedenheit über Einheiten, kein Mangel.
Kibibyte KiB
Ein Kibibyte sind exakt 1.024 Byte. Der Name wurde 1998 eingeführt, damit „Kilobyte" wieder 1.000 bedeuten kann — durchgesetzt hat sich die Gewohnheit nie ganz.
Mebibyte MiB
Ein Mebibyte sind 1.024 Kibibyte, also 1.048.576 Byte. Linux-Werkzeuge und Speicherangaben meinen in aller Regel das, auch wenn „MB" dasteht.
Gibibyte GiB
Ein Gibibyte sind 1.073.741.824 Byte, rund 7 % mehr als ein Gigabyte. Windows misst in Gibibyte, schreibt aber „GB" daran — darin besteht das ganze Rätsel des verschwundenen Speicherplatzes.
Tebibyte TiB
Ein Tebibyte sind 1.024 Gibibyte. Der Abstand zum Terabyte wächst mit jeder Stufe: 2,4 % bei Kilo, 4,9 % bei Mega, 7,4 % bei Giga, 10 % bei Tera.
Hinweise zu den gängigen Daten-Umrechnungen
gb in mb
Tausend, und wer in Deutschland damit rechnet
Diese Seite teilt durch tausend, weil das die Bedeutung der Vorsilbe ist. Kilo, Mega und Giga stehen für 10³, 10⁶ und 10⁹ und tragen diesen Wert bei jeder anderen Größe genauso — beim Kilometer, beim Megawatt. Auf Byte angewendet ergibt das 1.000, 1.000.000 und 1.000.000.000, und genau diese Bedeutung verwenden deutsche Mobilfunkanbieter, Festplattenhersteller und jeder Diensteanbieter, der ein Datenvolumen in seinen AGB nennt.
Das konkurrierende System aus 1.024er-Schritten ist real und wird auf dieser Seite nicht verwendet — es liefert Kibibyte, Mebibyte und Gibibyte (KiB, MiB, GiB), und genau das zeigt der Windows-Explorer standardmäßig an, obwohl er die Buchstaben MB und GB schreibt. Beide Systeme sind in ihrer eigenen Konvention korrekt, der Fehler entsteht erst, wenn eine Zahl aus dem einen gegen einen Grenzwert aus dem anderen gehalten wird.
Byte in gb
Woher die krumme Bytezahl auf dem Bildschirm stammt
Eine exakte Bytezahl liefert selten ein Mensch, sondern ein System, das nicht runden will: die Eigenschaften eines Ordners in Windows, die Rechnung eines Cloud-Anbieters, die Ausgabe von du -sh auf einem gemieteten Server. Diese Werkzeuge geben die Zahl aus, die das Dateisystem tatsächlich führt, und das sind oft zehn bis elf Ziffern, die niemand auf einen Blick lesen kann.
Genau deshalb lohnt es sich, von der Bytezahl aus zu rechnen statt von einer bereits gerundeten Anzeige. Die Bytezahl ist die Datei; jede andere Darstellung ist eine Übersetzung, und die Übersetzungen widersprechen sich, je nachdem, welches System sie erzeugt hat.
Byte in gib
Arbeitsspeicher rechnet binär, weil die Hardware binär adressiert
Ein Speicherriegel enthält eine Anzahl Speicherzellen, die sich aus Zweierpotenzen ergibt, weil die Adressleitungen eines Chips binär zählen. Ein Modul mit 16 GiB besteht deshalb aus exakt 17.179.869.184 Byte, und diese Zahl lässt sich nicht sauber durch eine runde Zehnerzahl teilen — der Speicher selbst kennt kein Dezimalsystem.
Das erklärt, warum praktisch jedes Werkzeug zur Systemverwaltung binär rechnet: der BIOS-Bildschirm, die Windows-Systeminformationen, der Linux-Befehl free -h. Sie zeigen zwar oft das Kürzel „GB“, meinen aber „GiB“, weil das die Einheit ist, in der die Hardware tatsächlich zählt.
Byte in kb
Warum die Verpackung eine zweite Zahl im Kleingedruckten trägt
Speicherhersteller drucken auf Festplatten- und SSD-Verpackungen fast immer einen Zusatz wie „1 GB entspricht 1.000.000.000 Byte" — genau die dezimale Definition, mit der auch dieser Rechner arbeitet. Der Hinweis existiert, weil Betriebssysteme die binäre Definition verwenden und ein als 1.000 GB beworbenes Laufwerk in Windows als rund 931 GiB angezeigt wird, was ohne den Zusatz wie eine fehlende Kapazität aussieht.
Der Unterschied wächst mit der Größenordnung, ist bei Kilobyte aber am kleinsten: 2,4 Prozent. Auf ein 27,5-kB-Icon bezogen ist das nichts Sichtbares; auf ein Datenbudget von 900 kB bezogen sind es rund 22 kB — ungefähr eine ganze Web-Schriftart, die je nach gewählter Definition entweder noch ins Budget passt oder nicht.
Byte in kib
Die IHK-Prüfung verlangt die Zweierpotenz, nicht die Zehnerpotenz
In der Ausbildung zum Fachinformatiker gehört die Umrechnung zwischen Byte, Kibibyte und Mebibyte zum Prüfungsstoff der IHK-Abschlussprüfung, und die Aufgaben verlangen ausdrücklich die binäre Rechnung: 1 KiB sind 1.024 Byte, nicht 1.000. Wer hier mit dem dezimalen Faktor rechnet, bekommt in der Prüfung ein falsches Ergebnis, obwohl derselbe Rechenweg im Alltag — etwa bei einer Datentarif-Angabe — richtig gewesen wäre.
Der Grund für die binäre Konvention liegt in der Adressierung: Zehn Adressleitungen erreichen 1.024 Speicherplätze, und diese Zahl wurde in der Frühzeit der Informatik mit dem nahestehenden Vorsatz „Kilo" bezeichnet, obwohl er ursprünglich für den Faktor 1.000 steht. Die Prüfungsordnung folgt dieser historischen Gewohnheit, nicht der SI-Definition.
Byte in mb
Warum eine Maschine überhaupt in Byte antwortet
Byte ist die Einheit, die jede Ebene unterhalb der Anzeige tatsächlich zählt. Ein Verzeichnislisting ohne Formatierungsflag, ein Content-Length-Header, das size-Feld in einer Objektspeicher-Auflistung und die Längenangabe in einer Logzeile sind allesamt ganzzahlige Byte-Werte — die einzige Größe in diesem Bereich, die in jedem System, auf jeder Plattform, unter jeder Konvention dasselbe bedeutet.
Genau deshalb liefern Schnittstellen sie aus. Sobald eine Größe in Megabyte umgerechnet ist, hat sie einen Divisor und eine Rundung angenommen, und keins von beiden reist mit der Zahl mit. Eine API, die 5242880 zurückgibt, hat etwas Eindeutiges mitgeteilt; eine API, die "5,24 MB" zurückgibt, hat etwas mitgeteilt, das eine Fußnote braucht.